Eine Kontopfändung ist für viele Menschen ein Schock. Plötzlich scheint kein Zugriff mehr auf das eigene Geld möglich zu sein – obwohl Miete, Lebensmittel und laufende Kosten weiter bezahlt werden müssen.
Doch genau hier greift das Pfändungsschutzkonto (P-Konto):
Es stellt sicher, dass Ihnen auch im Jahr 2026 ein gesetzlich geschützter Betrag zum Leben bleibt.
Wichtig: Viele glauben, es habe 2026 große Änderungen gegeben.
Tatsächlich gelten die aktuellen Freibeträge bereits seit Juli 2025 unverändert weiter.
In diesem Beitrag erfahren Sie alles Wichtige – einfach erklärt und auf dem neuesten Stand.
Was ist ein P-Konto?
Das P-Konto ist Ihr normales Girokonto mit gesetzlichem Schutz vor vollständiger Pfändung.
Das bedeutet:
- Sie können trotz Pfändung weiterhin über einen Teil Ihres Geldes verfügen
- Ihr Existenzminimum bleibt gesichert
- Gläubiger können nicht auf den gesamten Betrag zugreifen
Wichtig: Sie müssen Ihr Konto aktiv in ein P-Konto umwandeln lassen.
Freibetrag 2026: So viel Geld bleibt Ihnen
Grundfreibetrag (Stand März 2026)
1.559,99 € pro Monat (praktisch meist 1.560 €)
Dieser Betrag ist automatisch geschützt – unabhängig von der Höhe Ihrer Schulden.
Mehr Schutz bei Unterhaltspflichten
Wenn Sie für andere Personen sorgen, erhöht sich Ihr Freibetrag deutlich:
- 585,23 € für die erste Person
- 326,04 € für jede weitere Person
Beispiel:
Alleinerziehend mit zwei Kindern → oft über 2.400 € geschützt
Wichtigster Punkt 2026: Freibetrag wird NICHT automatisch erhöht
Das ist einer der häufigsten Fehler:
Ohne Nachweis bleibt es beim Grundfreibetrag!
Sie benötigen eine P-Konto-Bescheinigung, z. B. von:
- Jobcenter
- Arbeitgeber
- Schuldnerberatung
- Sozialamt
Ohne diese Bescheinigung kann Ihnen Geld verloren gehen.
Welche Einnahmen zusätzlich geschützt sind
Viele Zahlungen sind besonders geschützt – aber nur, wenn sie korrekt berücksichtigt werden:
- Kindergeld
- Bürgergeld / Sozialleistungen
- Wohngeld
- teilweise Einmalzahlungen
- bestimmte Zuschüsse
Tipp: Prüfen Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge.
Fristen beim P-Konto – das sollten Sie wissen
Monatsprinzip
Der Freibetrag gilt immer pro Kalendermonat.
3-Monats-Regel
Nicht verbrauchtes Geld bleibt bis zu 3 Monate geschützt.
Danach kann es gepfändet werden!
Das ist besonders wichtig für:
- Rücklagen
- größere Ausgaben
- Nachzahlungen
Schnelles Handeln bei Pfändung
Wenn Ihr Konto gepfändet wurde:
Sofort P-Konto beantragen!
Die Bank ist verpflichtet:
- Ihr Konto umzuwandeln
- dies schnell umzusetzen
Ihre Rechte gegenüber der Bank
Viele wissen nicht, wie stark ihre Rechte sind.
Sie haben Anspruch auf:
✔️ Umwandlung in ein P-Konto
✔️ Schutz Ihres Freibetrags
✔️ Zugang zu Ihrem Existenzminimum
✔️ Anpassung des Freibetrags
✔️ transparente Abrechnung
Banken dürfen Ihnen das nicht verweigern.
Was darf gepfändet werden – und was nicht?
❌ Nicht pfändbar:
- Ihr Freibetrag
- geschützte Sozialleistungen
- Existenzminimum
✔️ Pfändbar:
- alles über Ihrem Freibetrag
Häufige Fehler beim P-Konto
Diese Fehler kosten Betroffene oft Geld:
❗ Kein P-Konto eingerichtet
❗ Freibetrag nicht erhöht
❗ Bescheinigung fehlt
❗ Fristen ignoriert
❗ falsche Annahmen über Pfändung
Fazit: Ihr Schutzschild im Alltag
Das P-Konto ist auch 2026 eines der wichtigsten Instrumente für Schuldner.
Entscheidend ist nicht nur, dass Sie es haben – sondern dass Sie es richtig nutzen.
Die wichtigsten Punkte:
- Freibetrag kennen
- Bescheinigung einreichen
- Fristen beachten
- aktiv handeln
Sie sind einer Pfändung nicht ausgeliefert.
Mit dem richtigen Wissen behalten Sie die Kontrolle.

