Das Jahr 2026 bringt bedeutende Veränderungen, die vor allem Menschen mit geringen Einkommen, finanzielle Engpässe oder Schulden betreffen werden. Sowohl im Bereich Sozialleistungen als auch bei alltäglichen finanziellen Belastungen stehen Neuerungen an, die Sie kennen sollten – um Nachteile zu vermeiden und Ihre Situation aktiv zu verbessern.
Keine Erhöhung bei Bürgergeld und Grundsicherung
Für viele Menschen im Bürgergeld-Bezug ist die erste Nachricht ernüchternd:
Die monatlichen Regelsätze bleiben 2026 stabil – es wird keine Erhöhung geben. Alleinstehende erhalten weiterhin 563 Euro im Monat, Paare und Kinder entsprechende Beträge wie im Jahr zuvor. Bundesregierung
Das bedeutet für Schuldner: Die Kaufkraft Ihres Regelbedarfs sinkt faktisch weiter, da viele Preise – etwa für Energie, Lebensmittel oder Mieten – nicht stagnieren.
Tipp: Erstellen Sie ein monatliches Haushaltsbudget, um Ausgaben besser zu überschauen und unnötige Kosten frühzeitig zu erkennen.
Bürgergeld wird reformiert / als „Grundsicherung“ neu geordnet
Ab Mitte 2026 plant die Bundesregierung, das bisherige Bürgergeld durch eine neue Grundsicherung zu ersetzen. Haufe.de News und Fachwissen Laut Entwürfen sollen dabei:
- Mitwirkungspflichten strenger kontrolliert werden
- Sanktionen bei Pflichtverletzungen härter ausfallen
- Die bisher großzügige Karenzzeit bei Vermögensprüfung verkürzt oder abgeschafft werden Refugees Connect
Das heißt für Sie: Wer Termine beim Jobcenter versäumt oder nicht aktiv an Vermittlungsmaßnahmen teilnimmt, riskiert schneller Leistungskürzungen.
Tipp:
Halten Sie alle Termine pünktlich ein und dokumentieren Sie Nachweise sorgfältig. Planen Sie Ihre Aktivitäten gemeinsam mit dem Jobcenter, um unerwartete Kürzungen zu vermeiden.
Höhere Anforderungen an Mitwirkung und Vermögen
Im Zuge der Reform könnten die Regeln zur Vermögensanrechnung und Schonvermögen verschärft werden. Refugees Connect Das bedeutet:
- Ruhende Schonzeiten für Erspartes könnten entfallen
- Vermögenswerte früher geprüft werden
- Vermögen schneller für den Lebensunterhalt eingesetzt werden müssen
Auch dies kann bei bestehender Verschuldung zusätzliche Belastungen erzeugen.
Tipp:
Wenn Sie Ersparnisse haben, sprechen Sie frühzeitig mit einer Schuldnerberatung. So vermeiden Sie, dass diese Mittel unmittelbar für den Lebensunterhalt aufgebraucht werden müssen, bevor Sie Hilfe erhalten.
Weitere finanzielle Entwicklungen, die Ihre Planung beeinflussen
Neben den sozialen Sicherungssystemen gibt es auch wirtschaftliche und rechtliche Neuheiten, die Auswirkungen haben – wenn auch indirekterer Art:
SCHUFA-System wird vereinfacht
Ab März 2026 soll die SCHUFA ihre Bewertungskriterien deutlich reduzieren und für Verbraucher transparenter machen. Nutzer sollen künftig ihre Scores einfacher und kostenlos einsehen können. The Local Germany
Nutzen Sie das: Ein besseres Verständnis Ihrer Bonität kann helfen, bei Kreditanfragen oder Mietverträgen souveräner agieren zu können.
Mindestlohn steigt
Der Mindestlohn steigt 2026 auf 13,90 Euro pro Stunde, was vor allem für gering verdienende Schuldner relevant ist. Refugees Connect
Mehr Einkommen bedeutet mehr Luft im Budget – nutzen Sie diese Chance zur Schuldentilgung.
Schuldner-Vorsätze für 2026: Wie Sie aktiv werden können
2026 kann ein Wendepunkt sein – wenn Sie die richtigen Schritte setzen. Diese Vorsätze bringen Sie weiter:
✔️ Vorsatz 1: Haushaltsplan aufsetzen
Erstellen Sie eine übersichtliche Einnahmen-Ausgaben-Liste. Schon kleine Einsparungen summieren sich über Monate.
✔️ Vorsatz 2: Notwendige Versicherungen prüfen
Einige Versicherungsbeiträge können flexibel angepasst werden, ohne dass Sie schlechter gestellt werden.
✔️ Vorsatz 3: Bonitätsdaten regelmäßig kontrollieren
Schauen Sie mindestens einmal pro Jahr Ihre SCHUFA-Daten an. Das hilft Ihnen, Überraschungen zu vermeiden.
✔️ Vorsatz 4: Weiterbildung und Qualifizierung angehen
Wenn die Reform stärker auf Arbeitsmarktintegration setzt, kann eine Weiterbildung Ihre Chancen verbessern und den Druck reduzieren. Berger Bildungsinstitut
✔️ Vorsatz 5: Beratung nutzen
Kostenlose Schuldnerberatung kann vor rechtlichen oder finanziellen Nachteilen schützen. Finanzielle Lage, Mitwirkungspflichten oder neue gesetzliche Anforderungen – alles kann gemeinsam geprüft werden.
Fazit: Aktivität statt Passivität siegt
Das Jahr 2026 bringt einige Veränderungen – vor allem im Bereich der sozialen Sicherung.
Die Nullrunde beim Bürgergeld, die Reform hin zur neuen Grundsicherung und höhere Erwartungen an Mitwirkung verändern die Ausgangslage für Menschen mit geringem Einkommen und bestehender Verschuldung. Bundesregierung+1
Doch Vorsicht ist nicht Resignation: Wenn Sie aktiv planen, rechtzeitig handeln und sich informieren, können Sie 2026 nutzen, um Ihre Finanzen stabiler zu machen und echte Fortschritte Richtung Schuldenfreiheit zu erreichen.
Kostenlose Hilfe erhalten Sie bei:
- Schuldnerberatungsstellen
- Verbraucherzentralen
- Sozial- und Beratungsdiensten
- Jobcenter (für Leistungen und Mitwirkungstipps)

